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Rückblick auf Keynote zum Diversity-Tag

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Dr. Rahab Njeri steht an einem Rednerpult in einem Hörsaal vor einer Leinwand mit einer farbigen Grafik zum Thema Intersektionalität © Nicole Jansen​/​TU Dortmund
Gemeinsam mit der Referentin Dr. Rahab Njeri diskutierten Mitglieder der TU Dortmund am diesjährigen Diversity-Tag, wie diese kritische Allys gegen Diskriminierung werden können.

Am deutschen Diversity-Tag 2026 war Dr. Rahab Njeri, Historikerin sowie Expertin für Rassismuskritik, dekoloniale und intersektionale Theorien, Empowerment sowie Critical Allyship, zu Gast an der TU Dortmund. In ihrem interaktiven Vortrag „How to Allyship – Solidarisch gegen Diskriminierung“ machte die Referentin deutlich, dass gelebte und kritische Allyship eine gemeinsame Verantwortung ist. Aufklärungs- und Antirassismusarbeit dürfen nicht allein auf den Schultern marginalisierter Gruppen lasten. 

Ubuntu – I am because you are

Diese Philosophie kommt aus der Bantu-Sprachfamilie Südafrikas und betont, dass die eigene Identität und das eigene Wohlbefinden untrennbar mit Gemeinschaft verbunden sind.

Vielmehr sind alle gefordert, sich aktiv mit Ungleichheiten auseinanderzusetzen und Verantwortung zu übernehmen. Dabei wurde besonders hervorgehoben, dass Schweigen keine neutrale Haltung darstellt, sondern bestehende Ungleichheiten und Diskriminierungsstrukturen weiter verstärken kann.

Als praxisnahes Handlungskonzept stellte die Referentin die sogenannten „5 Ds“ vor:

  • Direct Intervention (Direkt eingreifen)
  • Distract (Ablenken)
  • Delegate (Delegieren / Hilfe holen)
  • Delay (Später Hilfe anbieten)
  • Document (Dokumentieren)
Weiße Tafel mit mehreren rechteckigen Notizzetteln, die mit Magneten befestigt sind. In der Mitte befindet sich ein gelber Zettel mit dem Wort 'Belonging'. Darüber ein weiterer gelber Zettel mit der Aufschrift 'Ubuntu - I am because you are'. Die Zettel sind kreisförmig angeordnet und durch Pfeile miteinander verbunden. Links oben steht auf einem weißen Zettel: '(under)representation, esp in senior positions/leadership roles'. Darunter ein weiterer Zettel: 'Overburdened, Siloed & Other'. Unten links ein Zettel mit der Aufschrift 'Silence = ?'. Unten rechts ein Zettel: 'What is my level of (dis)trust?'. Rechts daneben ein Zettel: 'CRITICAL - ally'. Rechts oben ein Zettel: '5 D's Direct, Distract, Delegate, Delay, Document'. Die Schrift ist handgeschrieben. © Aylin Kılıç​/​TU Dortmund

Dieses Modell bietet Orientierung für active Bystanding (aktive Eingreifen in Form von Zivilcourage) und zeigt konkrete Möglichkeiten auf, wie Menschen in diskriminierenden Situationen unterstützend und solidarisch handeln können.

Der Abend machte eindrücklich sichtbar, wie eng Menschen – innerhalb der TU Dortmund und darüber hinaus – miteinander verbunden sind und wie sehr ein respektvolles, solidarisches Miteinander von unserem gegenseitigen Engagement abhängt.

Wir danken der Referentin herzlich für den aufschlussreichen Vortrag, die wertvollen Impulse und die anregenden Diskussionen.

Ebenfalls danken wir allen Beteiligten herzlich, die den Diversity-Monat an der TU Dortmund mit ihren Beiträgen mitgestaltet haben.