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Sexualisierte Gewalt

Was ist sexualisierte Gewalt?

Der Begriff „Sexualisierte Gewalt“ ist ein Sammelbegriff für alle unerwünschten Handlungen mit sexuellem Bezug. Darunter fallen zum Beispiel Worte, Gesten, Text-/Bildnachrichten oder Berührungen. Täter*innen geht es nicht zwangsläufig um die Befriedigung sexueller Bedürfnisse, sondern vor allem um die Ausübung bzw. den Missbrauch von Macht. In 80% der Fälle kennen Betroffene die Täter*innen bereits, da diese Freund*innen, Arbeitskolleg*innen, Lehrkräfte, Trainer*innen oder Familienmitglieder sind.

Sexualisierte Gewalt kann jede*n betreffen, unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, Alter, Herkunft oder Kleidung. Wichtig ist immer die Sicht der betroffenen Person, nicht die fehlende Absicht der Täter*innen! Die Schuld tragen immer diejenigen, die eine der folgenden Formen von sexualisierter Gewalt ausüben.

Welche Formen von sexualisierter Gewalt gibt es?

  • Verbal: obszöne, sexistische Worte (z.B. Catcalling)
  • Nonverbal: aufdringliche und unangenehme Gesten sowie Blicke auf Brust, Gesäß oder Genitalien, exhibitionistische Handlung
  • Digital: unerwünschtes Zusenden/Teilen von Bildern/Videos mit sexuellen Inhalten (z.B. Dickpicks, Upskirting)
  • Emotional: Erpressen von Bildern/Videos oder Handlungen
  • Körperlich: unerwünschte Berührung von Brust, Gesäß oder Genitalien, Vergewaltigung

Bitte beachten: Nicht jede Form von sexualisierter Gewalt ist gemäß §§ 177 ff. StGB strafbar.

Das Hilfe-Handzeichen bei Gewalt. Erst eine Hand mit abgespreiztem Daumen, dann wird der Daumen in die Handinnenfläche gelegt und als letztes werden die restlichen Finger über den Daumen gefaltet. © SchuDS​/​TU Dortmund