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Diskriminierung

Was ist Diskriminierung?

Diskriminierung ist die ungerechtfertigte Benachteiligung einer Person oder einer Gruppe von Menschen. Diese kann aufgrund unterschiedlicher Merkmale oder Zuschreibungen stattfinden. Zum Beispiel bezogen auf: Ethnische/soziale/ökonomische Zugehörigkeit, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Sprache, Herkunft, Religion/Weltanschauung, Behinderung und/oder Erkrankung, Körper/Aussehen, Alter, Familiensituation u.a.Diskriminierungen können dabei direkt oder indirekt stattfinden. Eine direkte Diskriminierung liegt vor, wenn das Merkmal der Diskriminierung sofort erkennbar ist. Zum Beispiel: Eine trans* Person wird trotz erläuterndem Hinweis weiterhin mit der falschen Anrede angesprochen. Bei indirekten Diskriminierungen ist eine Benachteiligung nicht direkt erkennbar. Beispiel: Teilzeitbeschäftigte werden von der Durchführung von Laborversuchen ausgeschlossen. Diese Teilzeitbeschäftigten sind überwiegend Frauen. Dadurch werden Frauen von der Teilnahme an Laborversuchen ausgeschlossen und somit indirekt diskriminiert.

Eine Hand, die sich zwischen kippende Blöcke schiebt und so den Domino-Effekt unterbricht. © SchuDS​/​TU Dortmund

Was ist Mehrfachdiskriminierung?

Wird eine Person aufgrund von mehreren Merkmalen diskriminiert, ist das eine Mehrfachdiskriminierung. Beispiel: Eine Bewerberin mit Behinderung ist auf dem Arbeitsmarkt aufgrund ihrer Behinderung strukturell benachteiligt. Aufgrund ihres Geschlechts erhält diese zudem eine schlechtere Bezahlung (siehe Gender Pay Gap). Die Bewerberin erfährt aufgrund der Merkmale Behinderung und Geschlecht (zu unterschiedlichen Zeitpunkten) eine Mehrfachdiskriminierung.

Intersektionale Diskriminierung?

Lassen sich zwei oder mehrere Diskriminierungsmerkmale nicht getrennt voneinander betrachten, ist dies eine intersektionale Diskriminierung. Beispiel: Einem Schwarzen Studenten wird grundlos der Zugang zu einer Studierendenparty verweigert. Hier verschmelzen stereotype und rassistische Annahmen über die Merkmale Alter, Geschlecht und Hautfarbe. Der Student wird aufgrund der drei zusammenwirkenden Merkmale diskriminiert.