Zum Inhalt

UA Ruhr Jahresprogramm Antidiskriminierung 2026

Das Universitätsallianz (UA) Ruhr Netzwerk Antidiskriminierung ist ein Zusammenschluss von Organisationseinheiten, die sich vorrangig mit dem Schutz vor Diskriminierung an ihren Hochschulen beschäftigen. Dazu gehören die Stabsstelle Chancengleichheit, Familie und Vielfalt der TU Dortmund, die Antidiskriminierungsstelle der Ruhr-Universität Bochum sowie das Diversity Support Center der Universität Duisburg-Essen. Im Folgenden finden Sie alle Veranstaltungen für das Jahr 2026, die für Mitglieder und Angehörige der drei Universitäten geöffnet sind.

Informationen zu den Inhalten und Anmeldeoptionen finden Sie direkt unter der jeweiligen Veranstaltung.

Veranstaltungsübersicht

Workshop für Mitarbeitende der TU Dortmund, UDE und RUB

Sprache ist in ihren diversen Formen ein wichtiges Kommunikationsmittel, welches von Machtstrukturen durchzogen ist. Ob bewusst oder unbewusst, unser alltäglicher Sprachgebrauch ist durchzogen von kolonialen und nationalsozialistischen Sprachmustern.

In diesem Workshop wird die Wirkmächtigkeit von Sprache thematisiert und warum die Wirkung wichtiger ist als eine fehlende Absicht.

Inhalte:

Gemeinsamen setzen wir uns mit Fragen auseinander, wie:

  • Welchen Einfluss haben Kolonialismus und Rassismus auf unsere Sprache?
  • Was macht das mit der eigenen Wahrnehmung?
  • Wer spricht über wen und warum?
  • Und was hat das eigentlich mit mir zu tun?

Mitarbeitender TU Dortmund können sich via Service-Portal  und Mitarbeitende der UDE und RUB via schuds@tu-dortmund.de anmelden

In Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Essen lädt die Universität Duisburg-Essen (UDE) im Rahmen des UA Ruhr Jahresprogramms Antidiskriminierung zu einer Lesung mit Said Etris Hashemi ein. Die Veranstaltung thematisiert sein 2024 erschienenes autobiografisches Werk „Der Tag, an dem ich sterben sollte”. Wie der Terror in Hanau mein Leben für immer verändert hat, und beleuchtet damit zentrale Fragen zu Diskriminierung, Erinnerung und gesellschaftlicher Verantwortung.

Die Lesung findet am 21. April 2026 um 18:00 Uhr im Bibliothekssaal der Universitätsbibliothek Duisburg-Essen statt. Die Veranstaltung wird durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Anmeldungen erfolgen über die  Webseite des Diversity Support Centers der UDE

Teilnahmeberechtigt sind alle Hochschulangehörigen der UA Ruhr (RUB, TU Dortmund, UDE).

 

Der lange Schatten sozialer Herkunft 

Ungleichheiten im deutschen Hochschul- und Wissenschaftssystem

Bildungsabschlüsse sind zentrale soziale Platzanweiser und bestimmen maßgeblich über Lebenschancen von Individuen. Vom Kindergarten bis zur Hochschule wurden ungleiche Chancen nach sozialer Herkunft eingehend beforscht und belegt – und doch reicht der Schatten sozialer Herkunft weit in das Hochschulsystem hinein. 

Der Vortrag gibt einen systematischen Überblick über die empirische Forschung und theoretischen Erklärungsansätze zu sozialer Herkunft und Ungleichheit im deutschen Hochschul- und Wissenschaftssystem. Zunächst stehen Studierende im Mittelpunkt: Beleuchtet werden herkunftsspezifische Unterschiede im Hochschulzugang, in Studienverläufen und -erfahrungen. Anschließend wird der Blick auf Wissenschaftskarrieren gerichtet, wo die wenigen vorliegenden Studien eine deutliche Unterrepräsentation von Personen aus benachteiligten sozialen Klassen aufzeigen.

06.05.2026 

12-13 Uhr

13-14 Uhr - offener Raum für Austausch

Referent*in: Dr. Frerk Blome

Hier geht es zum Zoom-Raum

Workshop für Studierende der TU Dortmund, UDE und RUB

In Kooperation mit ADIRA NRW bietet die Zentrale Beratungsstelle zum Schutz vor Diskriminierung und vor sexualisierter Gewalt (SchuDS) einen Präsenz-Workshop für Studierende der TU Dortmund, Ruhr Uni Bochum und Uni Duisburg-Essen zum Thema Antisemitismus an Hochschulen an.

Antisemitismus ist kein Phänomen der Vergangenheit – er begegnet uns bis heute, auch an Hochschulen. Immer wieder berichten Studierende von antisemitischen Vorfällen im Hörsaal, auf dem Campus oder in sozialen Medien. Sie stehen dann oft vor der Frage: Wie reagiere ich richtig? Was tue ich, wenn ich Zeuge*Zeugin eines antisemitischen Vorfalls werde – im Seminar, in der Gruppe oder online?

Angemessen zu handeln fällt vielen schwer, auch weil Antisemitismus nicht immer leicht zu erkennen ist. Er tritt in ganz unterschiedlichen Formen auf. Dieser Workshop vermittelt Wissen über die verschiedenen Erscheinungsformen von Antisemitismus und konkrete Handlungsstrategien für den Hochschulalltag.

Wann? 21.05.2026 - 14-16 Uhr

Wo? TU Dortmund (Genaue Ortsangabe folgt nach Anmeldung)

Anmeldung: https://eveeno.com/301640211 

Anmeldefrist: 11.05.2026

Referiende: ADRIRA NRW

Braucht Freiheit Erinnerung?

Gedankengang in der Dortmunder Innenstadt

Im Rahmen des UA Ruhr Jahresprogramm Antidiskriminierung 2026 lädt die SchuDS herzlich alle Angehörigen der TU Dortmund, Ruhr Universität Bochum und der Universität Duisburg-Essen zum Stolpersteinspaziergang in Dortmund ein.

Wann? 26.05.2026 - 14:00-16:30 Uhr

Wo? Dortmunder Innenstadt (genaue Ortsangabe folgt nach Anmeldung)

Anmeldung? https://eveeno.com/521785159 

Anmeldefrist 22.05.2026

Bei einem Spaziergang durch die Dortmunder Innenstadt wird zu Gedankengängen und Gesprächen eingeladen: an den „Stolpersteinen“, die an Menschen aus Dortmund erinnern, die während des Nationalsozialismus deportiert wurden, bei den Erinnerungsspuren an die Zerstörung Dortmunds in den Luftangriffen des Zweiten Weltkriegs in der Stadtkirche St. Reinoldi sowie den „Leerstellen“ der zerstörten Synagogen in der Innenstadt; und schließlich an der Gedenkstätte Steinwache und am Mahnmal für die NSU-Opfer. Braucht Freiheit Erinnerung? Welche Erinnerungen? An wen? An was? Und Warum? Dabei werden wir auch darüber sprechen, wie Erinnerungszeichen im öffentlichen Raum gestaltet werden. Brauchen sie eine künstlerische Form? Und weiter: Auf wessen Initiative werden sie errichtet?

Geleitet wird der Spaziergang von Prof. Dr. Barbara Platzer.

Workshops sind aktuell in Planung. Weitere Infos folgen demnächst.

Logo mit stilisierter blauer Brücke links und dem Text 'UA RUHR Jahresprogramm 2026 Antidiskriminierung' rechts © Sarah Schimmelpfennig​​/​​UDE

Code of Conduct der Aktionstage

Belästigungen, Diskriminierungen und Machtmissbrauch kommen wie in allen gesellschaftlichen Bereichen, auch an Hochschulen vor. Während der UA Ruhr Aktionstage gegen Antisemitismus und Rassismus werden Teilnehmende mit unterschiedlichen fachlichen und persönlichen Hintergründen, Erfahrungen und Ansichten zusammenkommen. Daraus ergibt sich ein vielfältiges Programm mit diversen Perspektiven. Um für alle Teilnehmenden einen möglichst diskriminierungsarmen Ort zu gestalten, soll der folgende Code of Conduct dazu beitragen, einen rücksichtsvollen Umgang während der Aktionstage zu gewährleisten.

 

Mit der Teilnahme an den Aktionstagen erklären Sie sich bereit, diesen Code of Conduct einzuhalten:

  1. Wir erwarten, dass die Teilnehmenden in ihrem Reden und Handeln Rücksicht und Respekt walten lassen.
  2. Wir wünschen uns, dass die Teilnehmenden sich um einen konstruktiven Dialog bei strittigen Themen bemühen.
  3. Diskriminierendes Verhalten aufgrund von Geschlechtsidentität und -ausdruck, sexueller Orientierung, ökonomischem Status, Arbeitsverhältnissen, Behinderungen, Erkrankungen, Neurodiversität, körperlicher Erscheinung, Herkunft, Nationalität, Ethnizität, Hautfarbe, Alter, Religion oder anderen Identitätskategorien wird nicht toleriert.
  4. Jegliche (non-)verbalen, körperlichen oder visuellen Belästigungen werden nicht akzeptiert. Dazu zählen unter anderem:Einschüchterung, Verfolgung oder Nachstellung, Belästigung, das Fotografieren oder Aufnehmen von Personen, anhaltende Störung von Vorträgen, Workshops oder anderen Veranstaltungen, Ungefragter Körperkontakt sowie jegliche Formen sexualisierter Gewalt.
  5. Die Foto-Policy wird eingehalten: Während der Veranstaltungen werden keine Fotos oder andere Aufzeichnungen (Audio, Video etc.) gemacht.
  6. Von Teilnehmenden, die aufgefordert werden, belästigendes Verhalten einzustellen, wird erwartet, dem unverzüglich nachzukommen.
  7. Wir erwarten, dass die Teilnehmenden auf ihre Umgebung und die anderen Teilnehmenden achten.

Sollten Teilnehmende Belästigungen, Diskriminierungen, Machtmissbrauch oder andere Verhaltensweisen beobachten, die gegen diesen Code of Conduct verstoßen oder selbst betroffen sind, können diese sich vertraulich an das Awareness-Team oder das Organisationsteam wenden.

 

Konsequenzen bei inakzeptablem Verhalten

Das Organisationsteam behält sich das Recht vor, bei inakzeptablem Verhalten von Teilnehmenden, angemessene Maßnahmen zu ergreifen. Diese können auch zum Ausschluss von einer Veranstaltung führen.