Diskriminierung
Was ist Diskriminierung?
Diskriminierung ist die ungerechtfertigte Benachteiligung einer Person oder einer Gruppe von Menschen. Diese kann aufgrund unterschiedlicher Merkmale oder Zuschreibungen stattfinden. Zum Beispiel bezogen auf: Ethnische/soziale/ökonomische Zugehörigkeit, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Sprache, Herkunft, Religion/Weltanschauung, Behinderung und/oder Erkrankung, Körper/Aussehen, Alter, Familiensituation u.a.Diskriminierungen können dabei direkt oder indirekt stattfinden. Eine direkte Diskriminierung liegt vor, wenn das Merkmal der Diskriminierung sofort erkennbar ist. Zum Beispiel: Eine trans* Person wird trotz erläuterndem Hinweis weiterhin mit der falschen Anrede angesprochen. Bei indirekten Diskriminierungen ist eine Benachteiligung nicht direkt erkennbar. Beispiel: Teilzeitbeschäftigte werden von der Durchführung von Laborversuchen ausgeschlossen. Diese Teilzeitbeschäftigten sind überwiegend Frauen. Dadurch werden Frauen von der Teilnahme an Laborversuchen ausgeschlossen und somit indirekt diskriminiert.
Was ist Mehrfachdiskriminierung?
Wird eine Person aufgrund von mehreren Merkmalen diskriminiert, ist das eine Mehrfachdiskriminierung. Beispiel: Eine Bewerberin mit Behinderung ist auf dem Arbeitsmarkt aufgrund ihrer Behinderung strukturell benachteiligt. Aufgrund ihres Geschlechts erhält diese zudem eine schlechtere Bezahlung (siehe Gender Pay Gap). Die Bewerberin erfährt aufgrund der Merkmale Behinderung und Geschlecht (zu unterschiedlichen Zeitpunkten) eine Mehrfachdiskriminierung.
Intersektionale Diskriminierung?
Lassen sich zwei oder mehrere Diskriminierungsmerkmale nicht getrennt voneinander betrachten, ist dies eine intersektionale Diskriminierung. Beispiel: Einem Schwarzen Studenten wird grundlos der Zugang zu einer Studierendenparty verweigert. Hier verschmelzen stereotype und rassistische Annahmen über die Merkmale Alter, Geschlecht und Hautfarbe. Der Student wird aufgrund der drei zusammenwirkenden Merkmale diskriminiert.
Informationen zur Beratung
Sie haben diskriminierendes Verhalten erlebt oder beobachtet und wissen nicht weiter? Dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Gemeinsam klären wir Fragen und überlegen, wie es weitergehen kann.
Sie sind unsicher, ob Sie betroffen sind oder ob das, was Sie erlebt oder beobachtet haben Diskriminierung war? Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Unangenehme Gefühle haben oft einen Grund. In einem vertraulichen Gespräch können Sie uns von Ihren Erfahrungen und/oder Beobachtungen erzählen und wir besprechen gemeinsam, welche nächsten Schritte erfolgen können.
Es kann hilfreich sein, sich im Vorfeld Notizen machen. Diese können ein Gedächtnisprotokoll mit Informationen über Zeit, Ort, betroffene Personen, Täter*innen und Zeug*innen enthalten. Ein Beispiel für ein Gedächtnisprotokoll finden Sie hier.
Wichtig: Im Notfall die Polizei oder den Notruf kontaktieren!
Die Polizei hat einen Strafverfolgungszwang. Das bedeutet: Die Polizei muss ihre Ermittlungen aufnehmen, sobald sie eingeschaltet wird.
Spezifische Informationen zu Beratungen bei sexualisierter Gewalt finden Sie hier.
Unser Beratungsangebot richtet sich an alle Mitglieder und Angehörigen der TU Dortmund: Studierende, Beschäftigte, Professor*innen aller Fakultäten und Einheiten der TU Dortmund. Außerdem können sich auch alle Personen, die sich in Absprache mit der Hochschule auf dem Campus aufhalten, an uns wenden. Genauso können sich alle Menschen bei uns melden, die eine Diskriminierung oder sexualisierte Gewalt von Angehörigen der TU erlebt oder beobachtet haben.
Je nachdem wie Sie es wünschen, kann eine Beratung telefonisch, per Zoom oder vor Ort in unserem Beratungsraum stattfinden. Diese ist immer kostenlos, freiwillig sowie vertraulich und auf Wunsch anonym. Eine Beratung kann sehr vielseitig sein. Manchmal hilft es schon das Erlebte (oder Beobachtete) nur zu erzählen. Daraus kann sich auch das Bedürfnis nach weiteren Handlungsoptionen ergeben, welche wir gemeinsam erarbeiten und begleiten können.
Wichtig: Sie stehen im Zentrum der Beratung. Es werden keine Schritte ohne Ihr Wissen bzw./und Ihr Einverständnis unternommen.
Sie wollen wissen, ob in Ihrem Bereich Diskriminierungsrisiken bestehen und wie diese abgebaut werden können? Dann beraten wir Sie ebenfalls gerne!

