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Lust auf Bücher

Die Veranstaltung fand regelmäßig seit dem Wintersemester 2012/13 statt und ist beendet.

Organisation

  • Prof. Dr. Gudrun Marci-Boehncke, Professur für neuere deutsche Literatur (Fakultät für Kulturwissenschaften)
  • In Zusammenarbeit mit: Grundschulen (OGS) und Kindergärten Dortmund (KIDSmart Projekt)

Inhalt

Lust auf Bücher 1

Lesefördermaßnahmen gerade im außerschulischen Bereich bleiben häufig eine „Heilung der Gesunden“. Nur diejenigen Kinder und Jugendlichen nehmen teil, die ohnehin gern lesen. Die eigentliche Zielgruppe derjenigen Schüler und Schülerinnen, die zu Hause wenig Unterstützung bei der Lesesozialisation erhalten wird selten erreicht. Dazu gehören Kinder und Jugendliche aus allen Milieus, vor allem aber solche aus sozial benachteiligten Familien, manchmal mit Zuwanderungsgeschichte und Menschen mit verschiedenen Einschränkungen. Manche von Ihnen bilden ein Leben lang keine stabile Lesehaltung aus. Die Lösungen für dieses Problem können nur in einer gemeinsamen Bildungsverantwortung gesucht werden: Kitas, Schulen, Bibliotheken sind als öffentliche Bildungsinstitutionen neben Medien, Elternhaus und Peers die zentralen Einflussgrößen. Die Verantwortlichen hier müssen Bescheid wissen über aktuelle Ergebnisse und Entwicklungen in der Leseforschung, sie müssen über die Zielgruppen Kenntnisse besitzen und sich auch auskennen in deren medialen Nutzungsgewohnheiten, um in der Lage zu sein, moderne Konzepte für eine Förderung literarischer Fähigkeiten zu entwickeln. Der dabei vorausgesetzte „erweiterte Textbegriff“ schließt auch die Arbeit mit elektronischen Medien ein, die für viele Jugendliche heute eine wichtige Schnittstelle zur Literatur darstellen können. Um sie bei ihren Medien abholen zu können, müssen auch die, die Leseförderung betreiben, sich in diesem Angebot auskennen. Das Seminar richtet sich an diejenigen, die als Lehrkräfte oder im außerschulischen Bildungsbereich Lesen fördern möchten und sich dazu mit Theorie und Praxis der Lese- und Medienforschung kritisch und kreativ auseinandersetzen wollen.

Das Seminar ist als Blended-Learning-Veranstaltung konzipiert. Die meisten Sitzungen erfolgen über Lernmaterialien im Selbststudium. Es gibt zwei Präsenztermine mit verpflichtender Teilnahme, einen fakultativ bei Problemen mit der Arbeitsform. Die korrekte, vollständige, zeitgerechte und eigenständige Bearbeitung von E-Learning-Aufgaben gilt als Seminarleistung. Das Seminar zählt auch zum Zertifikat Literaturpädagogik.

Lust auf Bücher 2

Um heute Kinder und Jugendliche mit Lesefördermaßnahmen zu erreichen, braucht es oft mehr, als nur die Kenntnisse zu literarischem Angebot und didaktischen Möglichkeiten. Die Planung von Förderprojekten erfordert Kreativität und gute Kenntnis darüber, wie die Steuerung von Aufmerksamkeit funktioniert. Pressearbeit, Werbung von Sponsoren sind nötig, um auch in Zeiten begrenzter öffentlicher Mittel in Schulen und Bibliotheken Lese- und Medienförderung attraktiv betreiben zu können. Und es geht – auch lokal – mehr als man denkt! Den richtigen Blick auf den Markt und die geeignete Sprache zu finden, Mut zu Projektideen entwickeln, die traditionelle Erwartungen brechen: das möchte dieser zweite Teil des Blended-Learning-Seminars vermitteln – auch wieder zielgruppenorientiert und diesmal auch mit dem besonderen Blick auf das Thema „Inklusion“. Das Seminar zählt als Zusatzangebot im Kontext des Zertifikats Literaturpädagogik. Es gibt zwei Präsenztermine mit verpflichtender Teilnahme, einen fakultativ bei Problemen mit der Arbeitsform. Die korrekte, vollständige, zeitgerechte und eigenständige Bearbeitung von E-Learning-Aufgaben gilt als Leistungsnachweis.

Die Seminare sind als blendend-learning-Veranstaltungen aufgebaut. Seminartreffen findet in Raum 3.427 statt.